Es ist kein Geheimnis, dass das Überleben als Vollzeitmusiker ein ständiger Kampf sein kann. Wir alle haben skeptische Freunde und Familie, welche uns ständig nach unserem „alternativen Plan“ fragen, falls es mit der Musik doch nicht klappen sollte. Wir alle haben schon monatelang auf unseren nächsten Auftritt gewartet. Ganz egal ob Anfänger oder alter Hase, das Arbeiten in der Musikindustrie ist ein ständiges Auf und Ab. Trotz all dieser Herausforderungen machen wir immer weiter – denn wir können uns einfach nichts Besseres vorstellen.

Als Musiker oder Produzent Jobs zu finden, kann eine echte Herausforderung sein. Eine Karriere als unabhängiger Künstler hat seine eigenen Hürden. Wenn du allerdings wirklich liebst, was du tust, ist es das alles wert. Diese Herausforderungen verschwinden möglicherweise nie, doch die Art und Weise, wie du diese Herausforderungen meisterst und gleichzeitig die Leidenschaft nicht verlierst, macht in harten Zeiten den Unterschied.

Erinnere dich in Zukunft an diese Gründe, nicht die Musik aufzugeben, wenn du dich so fühlst, als müsstest du den Skeptikern nachgeben –

1. Es gab noch nie den einen korrekten Weg in der Musikwelt – noch nicht mal für die größten Künstler

Erinnere dich daran, dass der Weg von jedem anders ist, wenn du dich das nächste Mal mit einem berühmten und/oder erfolgreichen Künstler vergleichst. Wenn du dir mal die Hintergründe der erfolgreichsten Menschen in der Musikbranche anschaust, wirst du sehen, dass sich viele von Grund auf alles selbst aufgebaut haben, genau wie du.

Nehmen wir als Beispiel Lady Gaga. Sie ist heutzutage eine der meistverkauften Künstler, aber früher (2006, um genau zu sein) war alles anders. Sie wurde von Def Jam Records fallengelassen und hat das folgende Jahr mit Mühe und Not damit verbracht, in New York Neo-Burlesque Auftritte zu performen. Erst zwei Jahre später hat sie ihr Debütalbum herausgebracht und selbst dann fanden die Auftritte immer noch in kleinen Locations statt (inklusive einem IKEA Parkplatz – kein Scherz).

Es gibt zahllose Erfolgsgeschichten von anderen Musikern und Künstlern, welche viel weniger oder viel mehr Zeit zum Erfolg benötigt haben. Aber sind deswegen manche Erfolgsgeschichten weniger oder mehr wert, nur weil sie einen anderen Weg gewählt haben? Natürlich nicht!
Ob du nun kleine Auftritte in lokalen Bars spielst oder Songs in deinem Schlafzimmer aufnimmst – hab nie Angst davor, „es falsch zu machen.“ Den richtigen Weg für dich (und niemand anderen) zu finden, ist das, was zählt.

2. Du musst nicht berühmt sein, um erfolgreich zu sein

Viele Leute haben sind immer noch der Auffassung, dass Erfolg in der Musikbranche bedeutet, Millionen mit dem Ausverkaufen von Stadien und mit Platinscheiben zu machen. Obwohl das sicherlich kein absolut unmöglicher Traum ist, kann es trotzdem entmutigend wirken, wenn man schon Schwierigkeiten damit hat, 100 Streams auf Spotify zu generieren. Es bedeutet allerdings nicht, dass du nicht erfolgreich sein kannst, wenn du noch keine Stadien ausverkaufst. Erinnere dich immer daran, dass Erfolg nicht Bekanntheit entspricht.

Einige der Erfolgreichsten Menschen in der Musikbranche sind weit davon entfernt, „berühmt“ zu sein, denn sie arbeiten oft einfach hinter den Kulissen. Sie tun was sie lieben, können von der Musik leben und haben trotz allem keine großen Namen. Diese Menschen sind beispielsweise der Gitarrist für einen großen Künstler, der Musikdirektor von Taylor Swift’s tour, ein Session Sänger für Film und Fernsehen, ein Tontechniker in einem renommierten Studio, oder ein A&R Manager von einem Musiklabel.

Diese Menschen sind vielleicht nicht berühmt, aber in keinster Weise sind sie nicht Erfolgreich. Wir sollten Erfolg nicht mit Bekanntheit definieren – wahrer Erfolg bedeutet, jeden Tag aufzuwachen und dann zu tun, was man liebt. Wenn du von der Musik leben kannst, hast du jedes Recht, dich als erfolgreichen Musiker zu bezeichnen.

3. Deine Musik hat die Kraft, positive Veränderungen zu erzeugen

Unabhängig von deinem musikalischen Hintergrund, können wir uns alle darauf einigen, dass Musik Menschen in einer Weise berühren kann, wie nichts anderes. Wir haben alle diesen einen Song, der uns aufheitern kann, wenn wir uns niedergeschlagen fühlen, oder diesen einen Song, der uns regelrecht zum Tanzen zwingt.

Musik hat die Kraft, Menschen zusammenzubringen, Aufmerksamkeit zu erzeugen, Freude zu verbreiten und sogar Leben zu retten. Wer kann schon sagen, ob der Song, den du im Moment schreibst, vielleicht irgendwann die Hymne von irgendwem wird? Wer kann schon sagen, ob der Künstler, den du im Moment in deinen eigenen vier Wänden aufnimmst, vielleicht bald Millionen von Menschen inspirieren wird? Das sind die Fragen, die du dir stellen solltest, wenn du das nächste Mal an dir und deiner Musik zweifelst. Du darfst nie vergessen, dass deine Musik Leben verändern und zum Besseren wenden kann.

Wenn du das Privileg hast, Musik machen zu können, sollte die Welt diese auch hören. Dein Erfolg wird kommen, vielleicht morgen, vielleicht in ein paar Monaten, oder in ein paar Jahren. Genieße den Weg dorthin, stelle dich jeder Herausforderung – das sind die Momente, welche dich zu einem besseren und stärkeren Musiker machen. Gib nicht auf!

Kira Morrison

Kira Morrison is an LA-based vocalist, songwriter, and arranger